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4. Mai 2026
Für viele Unternehmen ist Excel der erste Schritt in Richtung ESG-Reporting. Bestehende Daten werden in Tabellen zusammengeführt, erste Kennzahlen berechnet und einfache Auswertungen erstellt. Gerade im Mittelstand erscheint dieser Ansatz zunächst sinnvoll: Die Tools sind vorhanden, die Nutzung ist vertraut und zusätzliche Investitionen lassen sich vermeiden.
Auch in frühen Phasen kann Excel eine pragmatische Lösung sein, insbesondere dann, wenn nur wenige Datenpunkte erhoben werden und die Anforderungen noch überschaubar sind. Unternehmen gewinnen so erste Einblicke in ihre ESG-Daten und schaffen eine Grundlage für weitere Schritte.
Mit zunehmender Relevanz von ESG-Themen verändert sich jedoch die Ausgangssituation. Anforderungen aus Regulierung, Lieferketten oder Finanzierung steigen; Daten müssen regelmäßiger erhoben und konsistenter aufbereitet werden. Gleichzeitig werden mehr Abteilungen und Standorte eingebunden.
Genau an diesem Punkt zeigt sich: Excel ist ein guter Einstieg, aber keine skalierbare Lösung.
Die Grenzen von Excel im ESG-Kontext entstehen vor allem durch die steigende Komplexität der Anforderungen. Während einfache Datensammlungen noch gut abgebildet werden können, stoßen manuelle Lösungen schnell an strukturelle Grenzen.
Typische Probleme im Alltag:
ESG-Daten unterscheiden sich in mehreren Punkten von klassischen Unternehmenskennzahlen. Sie entstehen in unterschiedlichen Bereichen, müssen regelmäßig aktualisiert werden und unterliegen zunehmend regulatorischen Anforderungen.
Zudem werden ESG-Daten nicht nur für einen Zweck genutzt, sondern parallel für Reporting, Lieferkettenanforderungen, interne Steuerung oder Finanzierungsprozesse benötigt.
Excel ist jedoch nicht darauf ausgelegt, diese Anforderungen strukturiert abzubilden. In der Praxis führt das zu:
Genau hier setzen spezialisierte ESG-Datenmanagement-Tools an.
Der Einsatz von ESG-Software verändert den gesamten Umgang mit ESG-Daten im Unternehmen. Im Unterschied zu Excel werden Daten nicht mehr isoliert gesammelt, sondern strukturiert erfasst, verarbeitet und für verschiedene Anwendungsfälle nutzbar gemacht.
Die wichtigsten Veränderungen:
Die Unterschiede zwischen Excel und spezialisierter ESG-Software zeigen sich vor allem im täglichen Einsatz. Während Excel primär als flexibles Tool für Einzelanwendungen konzipiert ist, bilden ESG-Software-Lösungen verschiedener Anbieter strukturierte Prozesse und Anforderungen systemseitig ab.
Mit zunehmender Datenmenge, steigenden regulatorischen Anforderungen und wachsender Einbindung verschiedener Abteilungen wird deutlich, dass es nicht nur um die Erfassung von Daten geht, sondern um deren konsistente Verarbeitung, Nachvollziehbarkeit und Nutzung.
Der folgende Vergleich zeigt die zentralen Unterschiede im Umgang mit ESG-Daten und verdeutlicht, warum viele Unternehmen mit wachsender Komplexität von Excel auf spezialisierte ESG-Datenmanagement-Tools umsteigen:
Bereich
Excel
ESG-Software
Datenhaltung
ESG-Daten werden häufig in mehreren Dateien und Versionen gespeichert, wodurch Inkonsistenzen entstehen können.
ESG-Daten werden zentral erfasst und in einer einheitlichen Struktur konsolidiert, sodass eine konsistente Datenbasis entsteht.
Datenerhebung
Die Datenerhebung erfolgt meist manuell über E-Mails oder individuelle Templates, was einen hohen Abstimmungsaufwand verursacht.
Die Datenerhebung erfolgt strukturiert über standardisierte Eingaben und kann teilweise automatisiert werden.
Datenqualität
Die Datenqualität ist häufig durch manuelle Eingaben und fehlende Validierung beeinträchtigt.
Durch standardisierte Prozesse und Validierungsmechanismen wird eine hohe und konsistente Datenqualität sichergestellt.
Prozesse & Workflows
Prozesse, Aufgaben und Freigaben müssen manuell organisiert und koordiniert werden.
Prozesse, Verantwortlichkeiten und Freigaben sind systemseitig definiert und klar strukturiert.
Berichte werden manuell erstellt und müssen bei jeder Aktualisierung angepasst werden, was zeitaufwendig ist.
Berichte können automatisiert erstellt, angepasst und für verschiedene Anforderungen wiederverwendet werden.
Nachvollziehbarkeit
Änderungen und Berechnungen sind oft nur schwer nachvollziehbar und nur begrenzt dokumentiert.
Datenherkunft, Berechnungen und Änderungen werden vollständig dokumentiert und bleiben jederzeit nachvollziehbar.
Skalierbarkeit
Mit steigender Datenmenge, mehreren Standorten oder komplexeren Anforderungen wird die Nutzung schnell unübersichtlich.
Die Software kann problemlos mit wachsenden Datenmengen, zusätzlichen Standorten und neuen Anforderungen skaliert werden.
Integration
Eine Integration in bestehende Systeme ist meist nur eingeschränkt oder mit hohem manuellem Aufwand möglich.
Schnittstellen zu ERP-, Finance- und anderen Systemen ermöglichen einen automatisierten und konsistenten Datenaustausch.
Zusammenarbeit
Die Zusammenarbeit ist häufig erschwert, da mit verschiedenen Versionen gearbeitet wird und Abstimmungen manuell erfolgen müssen.
Die Zusammenarbeit erfolgt zentral über eine Plattform mit klaren Rollen, Rechten und abgestimmten Prozessen.
Regulatorische Anforderungen
Regulatorische Anforderungen müssen manuell interpretiert und umgesetzt werden, was zusätzlichen Aufwand verursacht.
Relevante Standards und Anforderungen werden systemseitig unterstützt und strukturiert abgebildet.
Ein Wechsel von Excel zu spezialisierter ESG-Software erfolgt in der Praxis selten aus einem einzelnen Grund, sondern entwickelt sich meist schrittweise. Mit zunehmender Relevanz von ESG-Themen steigen Datenvolumen, Komplexität und Anforderungen – und damit auch die Grenzen manueller Lösungen. Ein Wechsel von Excel auf ESG-Software wird speziell dann sinnvoll, wenn:
Spätestens in diesen Situationen wird Excel vom pragmatischen Einstieg zur strukturellen Schwäche. Eine ESG-Software schafft die notwendige Grundlage, um Daten effizient zu verwalten, Prozesse zu standardisieren und Anforderungen zuverlässig zu erfüllen.
Excel kann für den Einstieg in das ESG-Reporting eine sinnvolle und pragmatische Lösung sein. Gerade in frühen Phasen, bei begrenztem Datenumfang und wenigen Beteiligten, lassen sich erste Strukturen schnell und ohne zusätzliche Tools aufbauen.
Mit steigenden Anforderungen verändert sich jedoch die Situation grundlegend. ESG-Daten müssen regelmäßig erhoben, konsolidiert und für unterschiedliche Zwecke genutzt werden, sei es für regulatorische Anforderungen, Kundenanfragen, Finanzierungen oder interne Steuerung. Gleichzeitig nimmt die Anzahl der beteiligten Abteilungen, Datenquellen und Prozesse zu.
An diesem Punkt stößt Excel an strukturelle Grenzen. Manuelle Prozesse werden aufwendig, Daten werden inkonsistent und die Nachvollziehbarkeit nimmt ab. Der Aufwand für Abstimmung, Pflege und Reporting wächst kontinuierlich, oft, ohne dass dies im ersten Moment vollständig sichtbar ist.
ESG-Software setzt genau hier an und schafft eine zentrale Grundlage für den Umgang mit ESG-Daten. Durch strukturierte Datenerhebung, standardisierte Prozesse und klare Workflows lassen sich viele der typischen Herausforderungen lösen. Gleichzeitig wird es möglich, ESG-Daten nicht nur zu erfassen, sondern systematisch auszuwerten und in unternehmerische Entscheidungen einzubeziehen.
Tipp: Unternehmen sollten regelmäßig prüfen, wie hoch der manuelle Aufwand für ESG-Prozesse ist und wie viele Abstimmungen erforderlich sind. Sobald ESG-Daten wiederkehrend erhoben und für mehrere Zwecke genutzt werden, lohnt sich der Vergleich von ESG-Softwarelösungen.
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